Herzlich willkommen im

Freistaat Sachsen

 

 

Als Land mit unverwechselbarer Kunst und Kultur, jahrhundertealten Traditionen, vielfältigen landschaftlichen
Reizen, großer Geschichte und einer spannenden Gegenwart ist Sachsen Treffpunkt für Kulturbegeisterte
und Naturliebhaber aus der ganzen Welt.

Mit ihrem sehr unterschiedlichen, eigenständigen Flair lohnen die sächsischen Großstädte Dresden, Chem-
nitz und Leipzig ebenso einen Besuch wie die zahlreichen kleineren, doch nicht minder geschichtsträchtigen
Orte, zu denen Meißen, Pirna, Görlitz, Torgau und Zwickau zählen.

Charmant präsentiert sich dem Gast auch das Umland. So kann man Bekanntschaft schließen mit der bizarren
Felsenwelt der Sächsischen Schweiz, der wald-, seen- und sagenreichen Oberlausitz, der romantischen Wein-
landschaft des Sächsischen Elblandes, dem Wanderparadies Erzgebirge, dem vom Musikinstrumentenbau
geprägten Vogtland, dem an Schlössern und alten Wehrbauten reichen Burgen- und Heideland und mit West-
sachsen, der Wiege des sächsischen Automobilbaus.

 

Sachsen grenzt im Westen an Sachsen-Anhalt und Thüringen, im
Süden an Bayern und die Tschechoslowakei, im Osten an Polen

und im Norden an Brandenburg.

Der Freistaat Sachsen ist das bevölkerungsreichste neue Bundesland.

 

 

 

 

Fläche: 18.337 km²
Einwohner: 4,43 Millionen
Bevölkerungsdichte: 250 Einwohner/km²
Landeshauptstadt: Dresden
Größte Städte: Leipzig, Dresden, Chemnitz,
Plauen, Bautzen
Höchster Punkt: Fichtelberg im Erzgebirge, 1.214 m

 

 

Sachsen wird in fünf verschiedene Großräume untergliedert:

 

 Oberlausitz
 mittleres Sachsen
 Leipziger Land
 Erzgebirge
 Vogtland

 

Die Oberlausitz ist eine Mittelgebirgslandschaft im Ostteil
Sachsens, die eine durchschnittliche Höhe von 400 bis 450 m
erreicht.
Sie besteht aus mehreren, parallel verlaufenden Bergkämmen,

die meist bewaldet sind.
Der Name Lausitz ist eine historisch entstandene Landschafts-
bezeichnung.
Der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie
Wasserloch, Wasserpfütze, was auf eine wasserreiche Gegend
hinweist.
Das mittlere Sachsen umfasst das zwischen Elbe und Mulde
liegende Lösshügelland, das sich im Süden bis zum Erzgebirge hin-
zieht, die Elbtalweitung zwischen Pirna und Meißen und das Elbsand-
steingebirge ("Sächsische Schweiz"), das dem Erzgebirge im Norden

folgt.

Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges wird seit dem vorigen
Jahrhundert Sächsische Schweiz genannt. In der Kreidezeit vor rund
100 Millionen Jahren bedeckte ein riesiges Meer fast ganz Mittel-
europa, das Sand ablagerte, der sich langsam zu einer gewaltigen
Steinplatte verfestigte. Bewegungen der Erdkruste führten zu Rissen,
Spalten und Klüften, einzelne Steine wurden vom Massiv abgetrennt.
Die folgende Eiszeit sowie Sturm, Regen und Eis formten bis in die
Gegenwart an dem porösen Sandstein.
Als Leipziger Land wird der Südosten der Tieflandbucht be-
zeichnet, die durch die Orte Bitterfeld, Schkeuditz, Groitzsch, Borna

und Wurzen begrenzt und besonders durch den Braunkohletagebau
belastet wird.
Das Erzgebirge verdankt seinen Namen dem regen mittelalter-
lichen Bergbau. Dort liegt auch die höchste Erhebung Sachsens, der

1.214 m hohe Fichtelberg.
130 km lang und durchschnittlich 35 km breit zieht sich das Erzge-
birge vom Auersberg im Westen bis zum Geisingberg im Osten hin.
Typisch für das Erzgebirge sind tiefeingeschnittene Täler und Fels-
klippen. Etwa 70 % der Fläche werden von Wald bedeckt.
Das Vogtland dehnt sich im Südosten Sachsens westlich des
Erzgebirges aus. Es hat eine hügelige, waldreiche Landschaft mit
dem Großen Rammelsberg (963 m) als höchste Erhebung.
Seinen Namensursprung hat das Vogtland im frühen Mittelalter, als
die Gegend an die Vögte von Weida fiel.

 

 

Die neuen Landkreise nach den Kommunalwahlen im Jahr 2008:

  Landkreis Bautzen
  Landkreis Erzgebirge
  Landkreis Neiße
  Landkreis Leipzig
  Landkreis Meißen
  Landkreis Mittelsachsen
  Landkreis Nordsachsen
  Landkreis Sächsische Schweiz
  Landkreis Vogtland
  Landkreis Zwickau

 

 

Sachsen ist ein altes Industrieland. Schon ab 1168 wurde im
Erzgebirge zunächst Silberbergbau betrieben, um 1400 kam der

Abbau von Zinn auf, und schon seit dem Ende des 16. Jahr-
hunderts wurde Eisen hüttenmäßig verarbeitet.

Anfang des 19. Jahrhunderts ratterten zwischen Leipzig und
Zittau bereit die Spinnmaschinen.

Schloss Pillnitz 

 

 

 

Altes Rathaus
in Leipzig
Sachsen ist reich an kulturellen Traditionen. Hierfür stehen
beispielsweise das "Elbflorenz" genannte Dresden und die

Buchhandelsstadt Leipzig.

In Dresden locken Zwinger, Semperoper und Schloss Pillnitz,
in Leipzig Gewandhaus, Thomaskirche und das Völkerschlacht-
denkmal.

 

 

Sachsen war lange ein Zentrum deutscher Bildung und Kunst.
Die alte Residenzstadt Meißen ist seit Jahrhunderten weltberühmt

für die Arbeiten der staatlichen Porzellanmanufaktur.

In Leipzig wirkte Johann Sebastian Bach als Kantor der Thomas-

kirche (1723 - 1750).

Felix Mendelssohn-Bartholdy arbeitete als Direktor des Gewand-
hauses und erster Leiter des Konservatoriums in Leipzig.

 

Schloss Weesenstein

 

 

 

Albrechtsburg Meißen
Auch Dresden verfügt über eine große Musiktradition.

Carl Maria von Weber war Leiter der Deutschen Oper und

schuf dort seinen "Freischütz".

Richard Wagner schrieb in Dresden seine beiden romantischen

Opern "Tannhäuser" und "Lohengrin".

 

Die Geschichte Sachsens ist außerordentlich wechselvoll. Hier lebten sowohl
slawische als auch germanische Stämme, Russen wie auch Schweden hielten
es zeitweilig besetzt.
Die Größe Sachsens veränderte sich auf Grund von Kriegen in den letzten
Jahrhunderten des öfteren.
Die deutsche Sozialdemokratie und Arbeiterbewegung fand hier ihren Ur-
sprung bzw. entstanden hier die Hochburgen.

Sächsische Unternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts waren maßgeblich an
der Industrialisierung in Deutschland beteiligt.

Letztendlich waren auch die Sachsen diejenigen, die 1989 in Leipzig und Dresden
den Umbruch der DDR durch Demonstrationen einleiteten.

 

>>> Hier geht´s zur Chronik des Freistaates !

 

 

Im Freistaat Sachsen gibt es gegenwärtig 520 Gemeinden, davon 513 kreisangehörige
Gemeinden und 7 Kreisfreie Städte. In Folge der Eingemeindung der Stadt Bärenstein
in die Stadt Altenberg hat sich die Anzahl der Städte auf 178 verringert.
Von den 178 Städten tragen 33 den Titel "Große Kreisstadt". Während 64 Gemeinden
keine Gemeindeteile haben, setzen sich 456 Gemeinden aus 3.608 amtlich benannten
Gemeindeteilen zusammen.

354 der kreisangehörigen Gemeinden haben is zu 5.000 Einwohner, darunter sind
11 Gemeinden mit weniger als 1.000 Einwohner. Kleinste kreisangehörige Gemeinde
im Freistaat Sachsen ist der fläche nach der Kurort Rathen im Landkreis Sächsische
Schweiz mt 358 ha.
Die wenigsten Einwohner (156) hat die Gemeinde Heuersdorf im Landkreis Leip-
ziger Land. Die geringste Bevölkerungsdichte hat die Gemeinde Trossin im Land-
kreis Torgau - Oschatz mit 20 Einwohnern je km². Flächenmäßig größte kreisan-
gehörige Gemeinde ist die Gemeinde Elsterheide im Landkreis Kamenz mit 12.686 ha.
Die Stadt Freiberg ist mit 44.472 Einwohnern die bevölkerungsreichste kreisangehörige
Gemeinde, während die Stadt Heidenau unter den kreisangehörigen Gemeinden mit
1.517 Einwohnern je km² am dichtesten besiedelt ist.

Im Freistaat Sachsen gibt es 104 Verwaltungsgemeinschaften mit insgesamt 259 Mit-
gliedsgemeinden. Zu einer Verwaltungsgemeinschaft gehören mindestens 2 Gemeinden.

(Alle Angaben lt. Statistischem Landesamt in Kamenz, Zahlen Stand: 1. März 2004!)

 

 

Die Sachsen sind "helle" und so gehen auf ihr Konto pfiffige Erfindungen, die nicht
mehr wegzudenken sind:

Aktendulli, 1939, Carl Kohl, Chemnitz

Bierdeckel, 1892, Patent Robert Sputh, Dresden

Filtertüte, 1908, Melitta Bentz, Dresden

Gaslaterne, 181, Wilhelm August Lampadius, Freiberg

Holzschliffpapier, 1843, Friedrich Gottlob Keller, Hainichen

Mundwasser, 1892, Karl August Lingner, Dresden

Nullenzirkel, 1874, Emil Oskar Richter, Chemnitz

Plauener Spitze, um 1880, u.a. vom Plauener Kaufmann Bickel, Plauen

Porzellan, 1708, Johann Friedrich Böttger, Meißen

Teebeutel, 1929, Teekanne-Stammhaus, Dresden

Weinbrand, 1842, Brennmeister Christian Traugott Hünlich, Wilthen

Zahncreme, 1907, Ottomar Heinsius von Mayenburg, Dresden

Zahlseife, 1852, Adolf Heinrich August Bergmann, Waldheim

 

In Sachsen gibt es viel zu sehen.

Hier eine kleine Auswahl an interessanten Orten.

 

 Altenburg

Die südlich von Leipzig gelegene Kreisstadt hat ihre Anziehungskraft
nicht nur den Spielkarten und dem Internationalen Skatgericht zu ver-
danken, das hier seinen Sitz hat. Altenburg ist auch eine Fundgrube
für jeden historisch und kunsthistorisch Interessierten.
976 wird an dieser Stelle erstmals ein Königsgut erwähnt, im 11. und
12. Jahrhundert bestand bereits eine Kaiserpfalz, 1256 wurde Alten-
burg Reichsstadt.
Das Schloss, die spätere Residenz der Herzöge von Sachsen-Altenburg,
geht auf Bauten des 12. Jahrhunderts zurück; es thront eindrucksvoll
auf einem roten Porphyrfelsen.
Die Schlosskirche stammt aus dem 15. Jahrhundert, andere Teile aus
dem 16., 17. und 18. Jahrhundert. Vom 1172 geweihten Augustiner-
Chorherrenstift sind die so genannten "Roten Spitzen", zwei romanische
Türme, erhalten.
Die Bartholomäuskapelle des 15. - 17. Jahrhunderts birgt eine Krypta
aus dem 12. Jahrhundert.
Als einer der besten Renaissancebauten Sachsens gilt das Rathaus von
1562 - 1564. Der Skatbrunnen auf dem Markt weist auf die traditionelle
Spielkartenproduktion hin.

 

Freiberg

Die Entdeckung von Silbererzen in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts
ließ am Fuß des Osterzgebirges eine Ortschaft entstehen, die schon
1185 Stadtrechte bekam und von den Bergleuten aus dem Oberharz
besiedelt wurde (Sächsstadt).
Aus mehreren Siedlungsteilen entwickelte sich die Stadt Freiberg, die
unter der Herrschaft der Markgrafen von Meißen befestigt wurde.
Noch im 12. Jahrhundert entstand zwischen Obermarkt und Unter-
markt das Schloss Freudenstein (1566 und ab 1572 neu erbaut).
Von der Stadtpfarrkirche St. Marien (Ende des 12. Jahrhunderts) ist
nur die Goldene Pforte aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts erhalten,
eines der großartigsten romanischen Portale in Europa. Die kostbare
Pforte mit ihrem Bild- und Figurenprogramm in einst prachtvoller
Bemalung und reicher Vergoldung wurde nach dem Brand der alten
Basilika in den Dom (ab 1484) übernommen, und sie gibt bis heute
Zeugnis vom früheren Reichtum der alten Bergbaustadt.
Die große Domorgel (1711 - 1714) ist ein Werk des berühmten
Orgelbauers Silbermann, der unweit von Freiberg geboren wurde.
Gegenüber dem Dom am Untermarkt sind im Domherrenhof von 1484
außer dem Stadt- und Bergbaumuseum auch kostbare Kunstsammlungen
untergebracht.
Den Obermarkt beherrscht das spätgotische Rathaus. Ihm gegenüber
befindet sich die Petrikirche, die ebenfalls eine Silbermannorgel besitzt.
Zahlreiche Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen prägen das Bild der
ältesten deutschen "Freien Bergstadt". In der Umgebung sind ehemalige
Bergwerke und auch ein Bergmännisches Heimatmuseum (Brand-
Erbisdorf) zu besichtigen. Eine frühe technische Großtat ist die Wasser-
leitung über das Tal der Mulde, die bereits um die Mitte des 17. Jahr-
hunderts entstand. Freiberg ist Sitz der ältesten deutschen Bergakademie
von 1765.
Der Silberbergbau wurde erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts eingestellt.

 

Oschatz

Die Kreisstadt an der Döllnitz mit heute 19.000 Einwohnern wurde
um 1240 gegründet. An der "Hohen Landstraße" gelegen, nahm sie
bald kräftigen Aufschwung. Auf planmäßigen Ausbau weist die fast
kreisrunde Stadtmauer hin.
Im 14. Jahrhundert brachten flämische Tuchmacher ihr einträgliches
Handwerk hierher; auch das Braugewerbe blühte. Besonders sehens-
wert sind die spätgotische Stadtkirche und die Klosterkirche am
Altmarkt (13. Jahrhundert).
Das Rathaus am Neumarkt ist ein eindrucksvoller Renaissancebau
von 1537.
Auf dem Collmberg im Westen der Stadt befindet sich das geo-
physikalische Observatorium der Universitätsstadt Leipzig.

 

Rochlitz

Die 1209 angelegte Kleinstadt zwischen Leipzig und Chemnitz ist
heute Industriestandort und Einkaufszentrum der Region.
An historischen Bauwerken sind außer dem Schloss Rochlitz
(15. Jahrhundert), die Kunigundenkirche und die Petrikirche aus
dem 15. Jahrhundert und das Rathaus von 1828 erhalten.

 

Zwickau

Die Kreisstadt mit heute 122.000 Einwohnern hat sich seit dem
12. Jahrhundert aus einem ursprünglich slawischen Dorf entwickelt.
Dank der günstigen Verkehrslage wurde sie bald zum bevorzugten
Handelsplatz deutscher Kaufleute.
Im 14. Jahrhundert besaß sie bereits Befestigungsanlagen. Die
Fertigung von Tuchen und der Handel waren ihre wichtigste Ein-
nahmequelle. Bergbau und Eisenverarbeitung spielten später eine
bedeutende Rolle. Obwohl der Stadt Kriegsschäden nicht ganz
erspart geblieben sind, ist viel alte Bausubstanz erhalten, z. B. der
Dom St. Marien (im 15. Jahrhundert nach mehreren Bränden neu
errichtet mit kostbarer Ausstattung, die Pfarrkirche St. Katharinen
(14. Jahrhundert), das spätgotische Gewandhaus (1522 - 1525) und
das neugotisch umgestaltete Rathaus mit einem Empfangssaal des
15. Jahrhunderts. In Zwickau wurde der Komponist Robert Schu-
mann geboren. Sein Geburtshaus am Hauptmarkt ist seit 1956
nationale Forschungs- und Gedenkstätte.

 

Bad Schandau

Die Stadt im Elbsandsteingebirge, heute ein bedeutender Kur- und
Ferienort, entstand Mitte des 14. Jahrhunderts im Schutz der Burg
Schomberg.
Nach Entdeckung einer Eisenquelle begann in der alten Handelsstadt
schon 1730 der Badebetrieb. 1799 entstand das erste Badehaus.
Sehenswert sind die spätgotische Kirche St. Johannis und eine Reihe
alter Fachwerkhäuser in den Stadtteilen Ostrau und Postelwitz.
Ein reizvolles Ausflugsziel in der Umgebung sind der Lichtenhainer
Wasserfall und das 4 km lange Felsenmassiv der Schrammsteine.

 

Bischofswerda

Die Kreisstadt in der Oberlausitz (14.000 Einwohner), aus einer im
12. Jahrhundert gegründeten Ansiedlung der Bischöfe von Meißen
hervorgegangen, war dank ihrer bevorzugten Lage an die Handels-
straße nach Polen jahrhundertelang ein geschäftiges Zentrum der
Leineweber und Tuchmacher.
Der Dreißigjährige Krieg und ein verheerender Brand zu Beginn
des 19. Jahrhunderts haben die Stadt und ihre mittelalterlichen
Bauten weitgehend zerstört.
Erhalten bzw. neu erbaut oder renoviert sind die einstmals gotische,
später klassizistische Pfarrkirche St. Marien, das klassizistische
Rathaus, zahlreiche gediegene Bürgerhäuser und die Begräbniskirche
mit wertvoller Ausstattung.

 

Görlitz

Am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen und an einem
Neißeübergang gelegen, konnte sich die 1071 erstmals erwähnte
Siedlung bald zu großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung
entwickeln. Görlitz hat mehrere bedeutende Zentren, die in ihrer
Vielfalt bis heute den Reiz der Altstadt ausmachen.
Die Peter-Pauls-Kirche, deren Mittelteil aus dem frühen 13. Jahr-
hundert stammt, präsentiert sich als mächtige fünfschiffige
Hallenkirche.
Nicolaikirche (um 1500), Dreifaltigkeitskirche (14./15. Jahrhundert)
und Frauenkirche (15. Jahrhundert) sind bedeutende Sakralbauten
der Hoch- und Spätgotik. Ein bemerkenswertes Kurisoum ist die
orientalisierende Nachbildung des "Heiligen Grabes" (1481 bis 1501).
Städtebauliches Zentrum der Stadt ist der Untermarkt mit dem
Rathaus, dessen wesentliche Bauteile im 16. Jahrhundert unter
ungarischem Einfluss (zeitweilig gehörte die Lausitz zum Herr-
schaftsbereich des ungarischen Königs) im Renaissancestil ent-
standen.
Sehenswert ist vor allem die prächtige Freitreppe von 1537.
Unter den erhaltenen öffentlichen Gebäuden und Bürgerhäusern
aus mehreren Epochen sind das "Görlitzer Hallenhaus" mit seinen
Netzgewölben, die spätgotischen Tuchhallen "Lange Läuben"
der "Schönhof" und das "Biblische Haus" zu nennen.
Auch die Stadtummauerung (14./15. Jahrhundert) mit wehrhaften
Türmen ist teilweise erhalten. Eine kleine Attraktion am Unter-
markt ist übrigens das spätgotische Portal der früheren Rats-
apotheke (Haus Nr. 22), das wegen seiner akustischen Effekte
"Flüsterbogen" genannt wird. Görlitz mit heute 79.000 Einwohnern
ist, abgesehen von seinen spektakulären historischen Bauten, ein
wichtiger Industriestandort an der Grenze nach Polen.

 

Kamenz

Die kleine Stadt in der Westlausitz mit dem sorbischen Namen
Kamjenc ist als Geburtsort G. E. Lessings in die Literaturgeschichte
eingegangen.
Außer dem Lessing-Museum hat sie aber auch noch anderes zu bieten.
Die St. Just-Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit kostbaren gotischen
Wandgemälden, die Marienkirche aus dem 15. Jahrhundert mit
wertvoller Ausstattung und die spätgotische Franziskanerkirche mit
bedeutenden Altären.

 

Königstein

Der heute überaus beliebte Fremdenverkehrsort liegt malerisch
unterhalb des 360 m hohen Tafelberges Königstein im Elbsand-
steingebirge.
Berühmt ist der Ort wegen der 9,5 ha großen Anlage der Festung
Königstein, die wahrscheinlich um 1200 auf dem Tafelberg errichtet
und seit dem 16. Jahrhundert zur stärksten Landesfestung in Sachsen
ausgebaut wurde.
Bis in unser Jahrhundert hinein diente die Festung als Staatsgefängnis
für prominente Gefangene. Unter anderem waren August Bebel und
der Dichter Frank Wedekind hier inhaftiert. Ein Rundgang auf der
Festung bietet einen herrlichen Ausblick auf das Elbsandsteingebirge
und führt zu einer Reihe sehenswerter Stationen auf der Burganlage.
Der Haupteingang, das Brunnenhaus und das alte Zeughaus sind
einen Besuch wert.

 

Meißen

An strategisch wichtigem Platz wurde hier schon 928 eine Burg
erbaut, 968 war Meißen bereits Bischofssitz. Bald entwickelte
sich eine Marktsiedlung.
Der über der Stadt thronende Dom mit dem gotischen Chor und
dem als Basilika gestalteten Langhaus entstand um 1260. Er ist
reich mit sakralen Gemälden ausgestattet.
Die zweite städtebauliche Dominante ist die Albrechtsburg, die
Arnold von Westfalen im 15. Jahrhundert erbaute. Im Hof be-
eindruckt der "Große Wendelstein" (Wendeltreppe, aus einem
Stein gehauen).
Die Burg beherbergt eine gute Sammlung mittelalterlicher Plastik.
Die Kirche St. Afra ist eine Pfeilerbasilika des 13. - 15. Jahr-
hunderts.
Weitere Sakralbauten sind die romanische St. Martins-Kirche und
die früh-mittelalterliche Nikolaikirche. Bürgerhäuser der Renaissance-
und Barockzeit prägen die Altstadt von Meißen. Ein Anziehungspunkt
besonderer Art ist die älteste europäische Porzellanmanufaktur mit
Vorführwerkstatt und imposanten Schauräumen.

 

Pirna

Die Stadt an der Elbe, die schon im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt
wird, ist nicht nur das Tor zur Sächsischen Schweiz, sondern besitzt
auch noch andere Reize.
Der Marktplatz stellt mit dem Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und
prächtigen Bürgerhäusern ein besonders eindrucksvolles Ensemble dar.
Auch die Stadtkirche St. Marien (15. Jahrhundert) und die jetzt als
Stadtmuseum dienende Dominikaner-Klosterkirche sind sehenswert.
Malerisch erhebt sich die Festung Sonnenstein aus dem 16. Jahrhundert
über der Stadt.

 

Zittau

Schon 1255 erhielt die Siedlung am deutsch-polnisch-tschechischen
Dreiländereck Stadtrecht und entwickelte sich bald zum Handels-
zentrum. Vom einstigen Wohlstand zeugen prächtige Bürgerhäuser
und Kirchen, die man auf dem ausgewiesenen "Zittauer Kulturpfad"
in Augenschein nehmen kann. Das Rathaus am Markt wurde nach
Plänen Schinkels im Neo-Renaissancestil erbaut, ebenso die Jo-
hanniskirche. Zu den reizvollsten Profanbauten der Stadt
gehören die alten Handelshöfe, der Gasthof "Zur Sonne", das
Gymnasium und das Alte Salzhaus.

 

Annaberg-Buchholz

Das Silbererz hat die Stadt im Tal der Sehma im Obererzgebirge
reich gemacht.
1494 wird sie zum ersten Mal erwähnt. Ende des 15. Jahrhunderts
erschien dort die älteste deutsche Bergordnung. Dass sie bald zu
den bedeutendsten Städten im ganzen deutschen Reich zählte,
verrät noch heute die St. Annen-Kirche (1499/1525), der mächtigste
Kirchenbau der obersächsischen Spätgotik und die größte Hallen-
kirche Sachsens.
Der Westturm (1502 - 1533) diente zugleich als Stadtturm. Der
weite Innenraum der Kirche wird von einem Netzgewölbe über-
spannt. Neben dem kostbaren geschnitzten Hauptaltar weckt vor
allem der kulturgeschichtlich bedeutsame Bergbau-Altar mit Szenen
aus der Arbeitswelt Bewunderung. Dem Thema Bergbau ist auch
das Erzgebirgsmuseum gewidmet. Am Marktplatz bestimmen neben
dem 1751 stark renovierten Rathaus schöne historische Bürger-
häuser das Bild.
An Adam Ries, dem Rechenkünstler des 16. Jahrhunderts, der hier
sein halbes Leben verbracht hat, erinnert ein nach ihm benanntes
Haus. Annaberg und die angeschlossene Stadt Buchholz mit ihren
26.000 Einwohnern leben heute von der Textilindustrie (Spitzen,
Borten), von elektrotechnischen Betrieben und vom Fremdenverkehr.

 

Oberwiesenthal

911 m über dem Meeresspiegel liegt das Fremdenverkehrszentrum
im Erzgebirge.
In ihrer Nachbarschaft erhebt sich der 1.214 m hohe Fichtelberg,
der durch eine Seilbahn zu erreichen ist. Dank guter Wintersport-
möglichkeiten und -einrichtungen finden hier auch internationale
Wettkämpfe statt.

 

Schneeberg

Am "Gehänge" des 470 m hohen Schneeberges im westlichen
Erzgebirge entwickelte sich im 15. Jahrhundert die Stadt, die dank
der Silbererzgewinnung zu Wohlstand kam.
Heute werden in der 22.000 Einwohner zählenden Stadt vorwiegend
Spielwaren, Holzschnitzereien, Spitzen und Möbel erzeugt.
In der malerischen Altstadt ist die mittelalterliche Hallenkirche St. Wolf-
gang die Hauptsehenswürdigkeit.
Die dreischiffige Kirche aus dem 16. Jahrhundert wurde nach Kriegs-
zerstörungen wieder aufgebaut. Ebenfalls sehenswert sind die Gebäude
um den ehemaligen Schneeberger Markt.

 

Schwarzenberg

Die alte Stadt in einem Talkessel des Schwarzwassers hat sich ihren
historischen Kern um den Marktplatz bewahrt und besitzt mit dem
ehemaligen Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, das teilweise als
Museum genutzt wird, ein bedeutendes Baudenkmal.
Eine besondere Rarität in der Stadt Schwarzenberg ist die überdachte
Holzbrücke über das Schwarzwasser.
Da die Stadt in einem tiefen Talkessel liegt, bieten sich gute Möglich-
keiten für Wanderungen und Wintersport.

 

Bautzen

Slawische Milzener, deutsche Ostsiedler, böhmische Könige und
dann wieder slawische Sorben waren maßgebend am Ausbau des
1.000 Jahre alten Zentrums der Oberlausitz am Oberlauf der
Spree beteiligt.
Ein Schnittpunkt wichtiger Handelsstraßen und ein günstiger Spree-
übergang einerseits und die strategisch günstige Lage der Ortenburg
auf einem hohen Felsen an der Spree andererseits sorgten für ein
kontinuierliches Gedeihen einer von Handel und Tuchweberei
lebenden Stadt.
Bis zum 3. Jahrhundert waren hier Ostgermanen heimisch, danach
wanderten slawische Gruppen ein. Zum deutschen Reich kam die
Oberlausitz erst im 10. Jahrhundert, wobei die Errichtung der
Ortenburg als Grenzfeste des Markgrafen von Meißen eine wichtige
Rolle spielte.
Die planmäßige Anlage der Stadt Budusin (Bautzen) am Kreuzungs-
punkt der Handelsstraßen Halle - Breslau und Brandenburg - Prag
begann Ende des 12. Jahrhunderts.
Dank wirtschaftlichem Aufschwung errang Bautzen rasch eine
führende Position im 1346 gegründeten Lausitzer Sechs-Städtebund.
Ab Mitte des 16. Jahrhunderts brach das Unglück über die Stadt herein.
Im 30-jährigen Krieg wurde Bautzen niedergebrannt, 1635 kam man
zusammen mit der gesamten Lausitz unter die Oberhoheit des Kur-
fürsten von Sachsen.
In neuerer Zeit gelang es dann den Sorben, eine kulturell und politisch
eigenständige Organisation aufzubauen.

Mittelpunkt des alten Stadtkernes ist der Hauptmarkt. An seiner
Nordseite steht das bis 1732 unter Einbeziehung gotischer Bauteile
barock gestaltete Rathaus.
Die Ost- und Westseite des Platzes wie auch die nach Osten gehende
Reichenstraße zieren barocke Bürgerhäuser. Ihr Ende markiert der
um knapp 1,50 m von der Senkrechten abweichende um 1492 fertig-
gestellte Reichenturm.
Seinen reichen Barockaufsatz und die Laterne erhielt er 1718, das
Denkmal wurde schon im Jahre 1577 fertiggestellt.
Der Dom St. Petri entstand zusammen mit seinem knapp 85 m hohen
Turm als gotische, vierschiffige Hallenkirche zwischen 1213 und 1497.
Ohne Beispiel ist ihr in der Längsachse seltsam geknickter Grundriss,
und einmalig dürfte ihre interessante Aufteilung sein.

Die Ruine der 1598 ausgebrannten Mönchskirche ist der letzte Rest
des einst hier vorhandenen Franziskanerklosters. Den Westzipfel der
Altstadt nimmt die Ortenburg auf einem Felsen über der Spree ein.
Entlang der Spree ziehen sich sowohl auf der Nord- wie auch auf der
Südseite noch die alten Stadtbefestigungen hin. Im Norden sind es
der schon vor 1515 errichtete Schülerturm, die Gerberbastei von 1503
sowie der Nikolaiturm von 1522.
Die Ruine der spätgotischen Nikolaikirche ist die Folge einer Be-
schießung im Jahre 1634. Zu den ältesten Teilen der Ortenburg ge-
hören die Wehrmauern auf der Südwestseite.

 

Chemnitz

Freie Reichsstadt, Stadtregierung durch Äbte, die gleichzeitig Reichs-
fürsten waren und frühe Industrialisierung als "sächsisches Manchester"
waren die Stationen einer nahezu 1.000-jährigen Entwicklung deren
Bauten einer einzigen Märznacht 1945 praktisch vollständig zum
Opfer fielen.

Der Name des kleinen Flusses, des Klosters und der späteren Stadt
geht übrigens auf das slawische Wort "Kamenica" zurück und be-
deutet einfach Steinbach. Die Gründung der Stadt beim Kloster
unternahm dann Friedrich I. Barbarossa, der einen rechteckigen Markt
mit regelmäßigem Straßennetz anlegen ließ.
Damit die Entwicklungsfähigkeit der Neugründung gesichert war,
erhielt sie zum einen früh den Status einer Freien Reichsstadt, zum
anderen bekam sie 1357 das Bleichprivileg, was sie zu einem Mittel-
punkt der Leinenweberei und des Leinenhandels machte.
Zu den frühen Chemnitzer Privilegien gehörte auch, dass der Abt
seines Klosters gleichzeitig selbstständiger Reichsfürst war.
Im Jahre 1540 war es dann mit der Fürstenherrlichkeit der Äbte vorbei,
auch in Chemnitz hielt die Reformation ihren Einzug, und das Kloster
wurde zum landesherrlichen Schloss umgebaut.

Grundlage des Chemnitzer Wohlstandes war im 15. und 16. Jahr-
hundert zum einen der Erzbergbau, in dessen Folge es schon im
15. Jahrhundert einen Kupferhammer gab. In diesem Zusammen-
hang verfasste der Arzt Georg Agricola bald nach 1530 das damals
bedeutendste Werk über den Erzbergbau, "De re metallica".
Zum anderen war es eine umfangreiche Textilproduktion, die auf
der Basis eines "Verlagswesens" arbeitete. Dabei lieferten Händler
als "Verleger" Heimarbeitern das Rohmaterial und sorgten an-
schließend für den Vertrieb des Fertigproduktes.
Im 18. und 19. Jahrhundert knüpfte die Stadt nahtlos an diese
wirtschaftliche Vorgeschichte an. Aus dem Montanbereich wurde
der Maschinenbau, und daraus entstanden Industriezweige wie
der Spinnereimaschinenbau, der Lokomotivbau und der Schwer-
maschinenbau.

Die wohl umstrittenste Sehenswürdigkeit von Chemnitz ist das
Karl-Marx-Monument. Im Volksmund "Nischel" genannt.
Geschaffen wurde das Monument vom Bildhauer L. Kerbel.
Die Einweihung erfolgte im Oktober 1971. Obwohl Karl Marx
nie in Chemnitz war, trug die Stadt von 1953 - 1990 den Namen
Karl-Marx-Stadt. Mit der politischen Wende 1989 in der DDR
und der Rückbenennung der Stadt in Chemnitz, dauert der Streit
um das Verbleiben dieser Sehenswürdigkeit an.

Letzter Rest der ehemaligen Stadtbefestigung ist der Rote Turm,
der in seinen unteren Teilen noch etwa 800 Jahre alt ist.
Vom Turm sind es nur wenige Schritte hinüber zum Markt mit
dem 1911 fertiggestellten Neuen Rathaus. Seine Innengestaltung
folgt ganz dem Jugendstil.
Daneben schließt sich das Alte Rathaus von 1498 an. Es wurde
1945 zwar völlig zerstört, danach jedoch weitgehend nach dem
alten Vorbild wieder aufgebaut.
Etwas außerhalb des eigentlichen Stadtkernes findet sich mit der
ehemaligen Klosterkirche St. Marien, der späteren Schlosskirche,
ebenfalls noch Erhaltenes.
In ihrer heutigen Form wurde die Klosterkirche zwischen 1499
und 1526 als spätgotische Halle errichtet. Nebenchöre und Teile
des südlichen Querschiffes stammen noch vom romanischen
Vorgängerbau.
Wertvollstes Detail der Schlosskirche ist das viergeschossige Ast-
werkportal, das 1525 vollendet wurde.
Einen ganz besonderen Stellenwert hat das Museum für Natur-
kunde mit seiner einzigartigen Sammlung versteinerter Pflanzen.
Die Sammlung Sterzeleanum steht als "Versteinerter Wald" teil-
weise am Theaterplatz, teilweise im Museumsgebäude.
Von Burg Rabenstein, der kleinsten Burg Sachsens, sind noch
der romanische Bergfried und Teile des Palas erhalten.
Die Rabensteiner Felsendome sind zum Schaubergwerk ausge-
baut und können besichtigt werden.

 

Dresden

Die Landeshauptstadt Sachsens blickt auf eine fast 800-jährige
Geschichte zurück. Unter der Regierung der beiden Kurfürsten
Friedrich August I. und Friedrich August II., die zugleich auch
Könige von Polen waren, rückte Dresden zu einer Residenz
europäischen Ranges auf. Dem Wirken genialer Baumeister und
Bildhauer verdankt die Stadt an der Elbe Bauwerke seltener Voll-
kommenheit: den Zwinger, die Katholische Hofkirche, die
Semperoper, Schloss Pillnitz.

Einmalige Kunstschätze und die besondere Musik- und Theater-
kultur brachten Dresden den Ruf als "deutsche Florenz". Auch
heute ist das kulturelle Angebot breit gefächert und umfasst so-
wohl traditionelle wie auch avantgardistische Darbietungen.
Der Einklang der städtebaulichen Anlage Dresdens mit dem Lauf
der Elbe beeindruckt immer wieder, die weiten Flussauen, Park-
anlagen und die umgebenden Wälder und Weinberge strahlen
nahezu ländliche Ruhe aus.
Etwa 60 Prozent des städtischen Areals sind heute Grünflächen.
Dies wird jedem verständlich, der einmal durch die Dresdner Heide,
dem mit 5.000 ha größten zusammenhängenden Waldgebiet der
Stadt, gewandert ist.
Ein Spaziergang durch die Altstadt Dresdens gleicht einer Be-
sichtigung um die Wette eifernder Berühmtheiten. Dazwischen
schieben sich immer wieder Bauzäune, Kräne und Gerüste.
Es ist nicht zu übersehen, die weitere Gestaltung der 1945 zu
85 Prozent zerstörten Altstadt hat für Dresden Priorität.
Viele Gebäude erstrahlen schon in altem, neuem Glanz, viel ist
noch zu tun.


Zu den Sehenswürdigkeiten von internationalem Rang zählt das
Ensemble aus Zwinger, Semperoper, Residenzschloss und
Katholischer Hofkirche.

Der Zwinger, 1710 - 1728 vom Architekten Pöppelmann und dem
Bildhauer Permoser erbaut, gilt als bedeutendstes Bauwerk des
Hochbarock in Deutschland.
Er wurde als Ort höfischer Lustbarkeiten und Orangerie konzipiert,
der 1847 - 1855 im Stil der italienischen Renaissance errichtete
Galeriebau Gottfried Sempers wurde als Ausstellungsgebäude genutzt.
Doch nicht nur die im Dezember 1992 nach umfangreichen Sa-
nierungsarbeiten wieder eröffnete Gemäldegalerie Alte Meister hat
im Dresdner Zwinger ihre Heimstatt.
Auch die Porzellansammlung, die Prunkwaffensammlung des His-
torischen Museums, das Staatliche Museum für Tierkunde und
der Mathematisch-Physikalische Salon mit seiner Sammlung
historischer wissenschaftlicher Geräte laden zu einem ausgiebigen
Museumsbummel ein.
Zwischen Zwinger und Elbe liegt die zwischen 1838 und 1841
erbaute und nach ihrem Architekten benannte Semperoper, die nach

einem Brand von Sempers Sohn Manfred 1871 - 1878 im Stil der
Hochrenaissance wieder aufgebaut wurde.
Der 2. Weltkrieg brachte der Semperoper wie so vielen anderen
Baudenkmälern Dresdens die totale Zerstörung.
Nach 40-jähriger Restaurierung konnte das Haus 1985 wieder er-
öffnet werden und ist seit dem ein Magnet für Opernfreunde und

Musikliebhaber.
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Residenzschloss erhebt sich
die barocke Pracht der Katholischen Hofkirche (1737 - 1755 er-
richtet). Dieser größte Kirchenbau Sachsens beherbergt in seinem
Inneren bedeutende Schätze, so u. a. eine Rokoko-Kanzel von
Permoser und eine Orgel des berühmten sächsischen Orgelbau-
meisters Gottfried Silbermann.
Bei einer Runde durch Dresdens historisches Zentrum darf ein
Spaziergang über die Brühlsche Terrasse nicht fehlen.
Friedrich Augusts II. Premierminister ließ sie als Lustgarten mit
Blick auf die Elbe anlegen.
An die Brühlsche Terrasse schließt sich das 1884 - 1887 auf den
Grundmauern des ehemaligen Zeughauses errichtete Albertinum
an, in dem sich neben der Gemäldegalerie, der Skulpturensammlung
und dem Münzkabinett die weltberühmte Preziosensammlung des
"Grünen Gewölbe" befindet.
Hinter dem Albertinum trifft man auf die Ruine der Frauenkirche.

 

Leipzig

Sehr früh schon basierten Erfolg und Ausstrahlung von Leipzig
auf den drei Bereichen Messe, Universität und Buchwesen.
Den Anfang hatten die Kaufleute mit ihrem Messebetrieb gemacht,
schon 1409 aber folgten die Professoren, die Leipzigs Bild in den
folgenden Jahrhunderten entscheidend prägten.
Nicht unerheblich trugen dazu auch die von der Universität an-
gelockten Buchverleger bei. Sie machten Leipzig im 19. Jahrhundert
zum in ganz Deutschland konkurrenzlosen Buchzentrum.
Auch heute noch ist Leipzig nicht nur Industrie- und Messestadt,
sondern auch Heimat von Kunst, Kultur, Wissenschaft und vor
allem Musik.

Aus der im 7. Jahrhundert beim Matthäi-Kirchhof gegründeten
Sorbensiedlung Lipzi wurde um die Jahrtausendwende die deutsche
Burg "urbs libzi". In ihrem Schutz wuchs eine Kaufmanns- und
Handwerkersiedlung, der 1165 das Stadtrecht verliehen wurde.
Aus den in dieser Siedlung abgehaltenen Märkten entwickelte sich
nicht zuletzt dank eines von Kaiser Maximilian bestätigten
Marktprivilegs die Leipziger Messe.
Die zweite für Leipzig bedeutsame Entwicklungslinie begann 1409
mit der Gründung der Universität. 1764 wurde die erste Kunst-
akademie gegründet.
Dort nahm auch der junge Goethe Zeichenunterricht. Leipzigs
dritte Säule wurde im 16. Jahrhundert aktiv, Messen und Univer-
sität zogen die reisenden Buchhändler und schon bald die Verleger
an. Nicht ganz so friedlich war die Entwicklung in anderen Be-
reichen. Im Oktober 1813 stießen bei der Völkerschlacht bei Leipzig
die 190.000 Mann der napoleonischen Armee auf 306.000 Soldaten
Preußens, Österreichs, Russlands und Schwedens.
Die Niederlage Napoleons war für die weitere europäische Ent-
wicklung im 19. Jahrhundert von entscheidender Bedeutung.
Mittelpunkt des städtischen Lebens war und ist der Markt.
Ab 1556 errichtete man dort das Alte Rathaus auf älteren Grund-
mauern.
Den strengen Baukörper lockern hohe Zwerchhäuser mit Voluten-
giebeln auf. Der asymmetrisch an der Marktseite eingefügte Turm
hat einen überdachten "Verkündigungsbalkon", einen eigenen
Bläseraustritt für die Stadtpfeifer und eine barocke Haube von 1744.
Heute beherbergt das Alte Rathaus neben der Ratsstube und dem
Festsaal das Museum für Geschichte der Stadt Leipzig und eine
musikhistorische Sammlung. Die Nordseite des Marktes ziert die
Alte Waage, ursprünglich ein Lotter-Bau von 1555.

Östlich vom Markt erhebt sich mit ihrem markanten 75 m hohen
Turm die Nikolaikirche. Sie wurde nur zwei Jahre nach der Ver-
leihung des Stadtrechtes im Jahre 1165 begonnen, bis 1526 entstand
eine dreischiffige Halle mit fünf Jochen. Die heutige Innengestaltung
in romanisch-klassizistischen Stil wurde bis 1794 von Adam Fried-
rich Oeser geschaffen. Die in filigranen Palmwedeln endenden,
kannelierten Säulen sollten in romantischer Vorstellung den Paradies-
garten symbolisieren.
Am Eingang der Mädlerpassage versteckt sich Auerbachs Keller,
dem Goethe sein literarisches Denkmal im "Faust" setzte. In der
Passage selbst hängt ein Glockenspiel aus Meißner Porzellan.

Nördlich des Marktes erstreckt sich der neugestaltete Sachsenplatz
mit Brunnen, Plastiken und einer Keramiksäule mit Motiven zur
Stadtgeschichte. Die Bürgerhäuser an der Westseite stammen aus
dem Barock.
Das schönste ist das Romanus-Haus am Nordende der Katharinen-
straße.
Südwestlich vom Markt steht die ganz besonders mit dem Namen
Johann Sebastian Bach verbundene Thomaskirche. Von 1723 bis
1750 wirkte der berühmte Komponist hier als Thomaskantor und
schrieb jene Motetten, die noch heute vom Thomanerchor gesungen
werden. Seit 1950 ist die Kirche auch letzte Ruhestätte Bachs,
nachdem seine Gebeine aus der Ruine der Johanneskirche überführt
wurden. Seit 1908 steht auf dem Thomaskirchhof das von Carl
Seffner geschaffene Bronzestandbild des Komponisten.

Östlich und südlich der Nikolaikirche erstreckt sich die Universität.
Ihr beherrschendes Bauwerk ist das 1973 errichtete 142 m hohe
Hauptgebäude. In dem Hörsaalbau ist das von Karl Friedrich Schinkel
1836 gestaltete Portal des ehemaligen Augusteums integriert.
Nördlich des Karl-Marx-Platzes steht das Opernhaus. Der Schwanen-
teich dahinter entstand auf dem ehemaligen Stadtgraben. Das Denkmal
erinnert an die erste Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden.
Südlich des Karl-Marx-Platzes steht das neue Gewandhaus, die Heimat
des gleichnamigen, weltberühmten Orchesters.
Wichtigstes Element des Wilhelm-Külz-Parkes südöstlich des Messe-
geländes ist das Völkerschlachtdenkmal. Es wurde 1913 anlässlich der
100-Jahr-Feier des Sieges über die "Grande armèe" Napoleons auf den
Schlachtfeldern um Leipzig eingeweiht. Das 91 m hohe Monument
wurde auf einem 30 m hohen Erdhügel errichtet und enthält in seiner
glockenförmigen Kuppel eine 60 m hohe Halle mit vier riesigen Sitz-
figuren.

 

Plauen

Im Mittelpunkt des Vogtlandes gelegen, lebt die Stadt wie seit
alten Zeiten vorwiegend von der Textilindustrie. Glanzstück des
Industriezentrums ist das im 16. Jahrhundert entstandene spät-
gotische Rathaus, dessen prachtvoller Renaissancegiebel von
einer kunstvollen Uhr geschmückt wird.
Die wie ein großer Teil der Stadt im Krieg zerstörte gotische
Johanniskirche wurde inzwischen wieder aufgebaut.
Sehenswert ist auch die nur für Fußgänger geöffnete Elster-
talbrücke am heutigen Neustadtplatz.

 

 

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