Der ehemalige
Landkreis Freiberg

 

Der Landkreis Freiberg war von 1994 bis 2008 ein Landkreis im Frei-
staat Sachsen und ist heute ein Teil des Landkreises Mittelsachsen.


Der ehemalige Landkreis Freiberg mit seinen über 160.000 Einwohnern
befindet sich in der geografischen Mitte Sachsens und gehört zum Erz-
gebirge.
Er befindet sich in zentraler Lage zwischen der Landeshauptstadt
Dresden und Chemnitz.

Die Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Meißen, im Osten
der Weißeritzkreis, im Süden der tschechische Verwaltungsbezirk
Karlsbad, im Südwesten der Mittlere Erzgebirgskreis, im Westen
die kreisfreie Stadt Chemnitz und im Nordwesten der Landkreis Mitt-
weida.


Die Region liegt direkt an der A4; eine günstige Verkehrsanbindung
ergibt sich auch durch die Bahnanbindung "Sachsenmagistrale".
800 Jahre Bergbau und Hüttenwesen sowie 300 Jahre montane Aus-
bildung und Forschung haben das Gebiet rund um Freiberg stark ge-
prägt.

In der Region dominierte über 800 Jahre der Freiberger Silberbergbau.
Später wurden andere Erze wie Blei-, Nickel-, Eisen-, Kupfer- und Zinn-
erze gefördert und in den Standorten Freiberg, Muldenhütten und
Halsbrücke, wo neben Silber auch Gold, Platin und andere Edelmetalle
aufbereitet wurden, verhüttet.


Heute ist der ehemalige Landkreis Freiberg von Hochtechnologien wie
Solartechnik und Recycling hochwertiger Stoffe, vom Dienstleistungs-
sektor und vom Tourismus geprägt. Durch den Landkreis führen die
Silberstraße und die Deutsche Alleenstraße.
Im Norden des Kreises ist die Alte Fürstenstraße der Wettiner im Aufbau.


Territoriale Vorläufer waren die Amtshauptmannschaft Freiberg, die 1938
in Landkreis Freiberg umbenannt wurde. Bei der DDR-Kreisreform im
Jahr 1952 wurde dieser Landkreis neugeordnet und in die Kreise Frei-
berg und Brand-Erbisdorf aufgegliedert.

Seite heutige Größe erhielt der Kreis am 01. August 1994, als die Kreise
Brand-Erbisdorf und Flöha mit dem Kreis Freiberg verbunden wurden.
Durch die Umsetzung der Kreisreform in Sachsen erfolgte am 01. August
2008 eine Fussion mit den Kreisen Döbeln und Mittweida zum Landkreis
Mittelsachsen.

Neben Freiberg, Brand-Erbisdorf und Flöha haben noch fünf weitere
Kommunen das Stadtrecht. Das sind: Augustusburg, Großschirma,
Frauenstein, Oederan und Sayda.
Die anderen 17 Kommunen sind Gemenden, in denen zwischen 1.200
und 5.000 Einwohner leben.

 

  Stadt/Gemeinde Stadteil(e)/Ortsteil(e)
  Augustusburg (*) Augustusburg, Grünberg, Erdmannsdorf,
Kunnersdorf, Hennersdorf
  Bobritzsch Naundorf, Niederbobritzsch, Oberbobritzsch,
Sohra
  Brand-Erbisdorf (*) St. Michaelis, Linda, Himmelsfürst, Lange-
nau, Gränitz, Oberreichenbach
  Dorfchemnitz Voigtsdorf, Wolfsgrund
  Eppendorf Eppendorf, Großwaltersdorf, Kleinhart-
mannsdorf
  Falkenau Hetzdorf (Lindenstraße 1-8)
  Flöha (*)  
  Frankenstein Memmendorf, Hartha, Wingendorf
  Frauenstein (*) Frauenstein Stadt, Burkersdorf, Dittersbach,
Kleinbobritzsch, Nassau
  Freiberg (*) Kleinwaltersdorf, Zug, Halsbach
  Großhartmannsdorf Obersaida, Mittelsaida, Niedersaida
  Großschirma (*) Großvoitsberg, Kleinvoitsberg, Hohentanne,
Obergruna, Rothenfurth, Reichenbach,
Seifersdorf, Siebenlehn
  Halsbrücke Halsbrücke, Conradsdorf, Falkenberg,
Krummenhennersdorf, Tuttendorf, Niederschöna
  Hilbersdorf  
  Leubsdorf Leubsdorf, Marbach, Schellenberg, Hohen-
fichte
  Lichtenberg Weigmannsdorf, Müdisdorf
Mulda/Sa. Helbigsdorf, Zethau
  Neuhausen/Erzgeb. Cämmerswalde, Deutschgeorgenthal,
Dittersbach, Neuwernsdorf, Rauschenbach,
Frauenbach, Heidelbach
  Niederwiesa Braunsdorf, Lichtenwalde
  Oberschöna Oberschöna, Wegefarth, Kleinschirma,
Bräunsdorf, Langhennersdorf
  Oederan (*) Börnichen, Görbersdorf, Kirchbach,
Schönerstadt, Breitenau, Lößnitztal, Gahlenz
  Rechenberg-Bienenmühle Clausnitz, Holzhau, Neuclausnitz
  Reinsberg/Sa. Bieberstein, Burkersdorf, Dittmannsdorf,
Drehfeld, Hirschfeld, Neukirchen, Steinbach
  Sayda (*) Friedebach, Ullerdorf/Pilsdorf
 

Weißenborn

 

Stand: Januar 2007

 

Berthelsdorf

 

(*) kennzeichnet die Städte des
ehemaligen Landkreises Freiberg

 

 

Die Landschaft des Landkreises Freiberg besteht aus ausgedehnten Wäldern,
Höhenzügen, Flussläufen und Talsperren.

Vom Erzgebirgsvorland bis zum Kamm des Gebirges im Süden steigt die Land-
schaft von ca. 200 m auf über 800 m Höhe an.


Die wichtigsten Gewässer sind die Freiberger Mulde, die Zschopau, die Flöha,
die Bobritzsch, die Große und Kleine Striegis, die Gimmlitz, die Talsperre
Rauschenbach und die Talsperre Lichtenberg.

Der Landkreis hat in seinem südlichen Teil Anteil am Naturpark Erzgebirge/Vogtland.

 

Weitere Informationen zum ehemaligen Landkreis Freiberg

Fläche:  913,54 km²
Einwohnerzahl:  145.417 (Stand: 30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km²
Kreisgliederung:  26 Gemeinden

 

Noch erhaltene Bergbauanlagen prägen die Landschaft
in großen Teilen des Kreisgebietes.

Mit einer Fläche von 913 km² ist der ehemalige Landkreis
Freiberg der zweitgrößte im Regierungsbezirk Chemnitz.

 

 

Der (oder auch das) Hetzdorfer Viadukt ist eine ehemalige
Eisenbahnbrücke über das Flöhatal bei Hetzdorf in Sachsen.
Er ist heute Teil eines Wanderwges und steht unter Denkmal-
schutz.

Der Hetzdorfer Viadukt ist 43 m hoch und 328 m lang. Er hat

vier große und 13 kleine Bögen. Die Brücke beschreibt einen
Bogen mit einem Radius von 572 m. Als Baustoffe wurden
blaugrauer Gneis, Granit und Pirnaer Sandstein verwendet.

Im Jahre 1864 beschloss der sächsische Landtag den Ausbau
der Eisenbahnstrecke Oederan - Flöha. Um den Fluss Flöha
zu überqueren, begann man 1866 mit dem Bau des Hetz-
dorfer Viaduktes.
Die Kosten für den Bau der Brücke betrugen 550.000 Taler.
Am 23. September 1869 führ die erste Lokomotive über den
neu erbauten Viadukt. Das zweite Gleis wurde Anfang des
Jahres 1869 fertiggestellt.
Gebaut wurde die Brücke vom Oberingenieur Sorge, der
den Viadukt entwarf, und den Sektionsingenieur Clauß, der
den Bau ausführte. Beim Bau des Viaduktes mussten eine
Million Kubikmeter Erde bewegt werden.

Der Viadukt wurde mit seiner Fertigstellung Teil der Sachsen-

Franken-Magistrale.
Eine hohe Beanspruchung fügte der Brücke viele Schäden zu
und so wurde Anfang des Jahres 1986 beschossen zwei
weitere Brücken zu bauen.
Mit Inbetriebnahme dieser beiden Brücken im Mai 1992 wurde

der "Hetzdorfer Viadukt" stillgelegt und man kann sich seiner
architektonischen Schönheit erfreuen. 

 

Einen einzigartigen Überblick
auf die Eisenbahnstrecke
Reitzenhain - Flöha und den
Bahnhof Hetzdorf gewinnt man
vom Viadukt aus.


 

Schloss Augustusburg

 


Das Renaissanceschloss Augustusburg wurde 1568 - 1572
unter Kurfürst August von Sachsen (1526 - 1586) erbaut.
In täglich stattfindenen Schlossführungen wird dem Besucher
die architekonische Besonderheit und geschichtliche Be-
deutung ebenso nahe gebracht, wie das Hofleben im
16. Jahrhundert.

Dabei sind das berühmte Altarbild von Lucas Cranach d. J.
in der Schlosskirche und der dritttiefste Brunnen Deutschlands
zu besichtigen.

Das Schloss Augustusburg bietet eine Vielzahl interessanter Museen:


- Motorradmusem mit umfangreichster Zweiradsammlung Europas mit einer Vielzahl an Unikaten


- Kutschermuseum


- Museum für Jadgtier- und Vogelkunde - 120 Tiere in naturnah gestalteten Dioramen


- Ausstellung zur Schloss- und Jagdgeschichte

Die Drahtseilbahn Augustusburg ist eine Standseilbahn und verbindet seit fast 100 Jahren
den Ortsteil Erdmannsdorf und den Bahnhof Erdmannsdorf-Augustusburg, der Erzgebirgsbahn mit
der Stadt Augustusburg und dem Schloss Augustusburg.

Die Fahrt mit der Drahtseilbahn ist ein einzigartiges Erlebnis. In 8 Minuten Fahrt geht es gleichzeitig
an einem Seil gezogen bergauf und bergab.

Eröffnet wurde die Drahtseilbahn Augustusburg am 24. Juni 1911. In der Zeit von 2005 bis 2006
wurde sie grundlegend saniert. Die Berg- und Talstation sind in historischem Zustand erhalten,
Besichtigungen des Maschinenhauses an der Bergstation sind auf Anfrage möglich.

Das Schloss Augustusburg, zu Fuß in wenigen Minuten von der Bergstation der Drahtseilbahn zu
erreichen, wird auch die Krone des Erzgebirges genannt - mit sehenswerter Zweiradsammlung im
Motorradmuseum und eindrucksvoller Flugschau im Adler- und Jagdfalkenhof.

Die über 800 Jahre alte Stadt Augustusburg zeugt mit ihrem Villenviertel und dem historischen
Stadtkern von ihrer Geschichte und ist "staatlich anerkannter Erholungsort".
Das Augustusburger Freizeitzentrum, direkt neben der Bergstation der Drahtseilbahn, bietet Spaß
und Erholung für die ganze Familie.
Die Einrichtung lockt im Sommer mit Sommerrodelbahn, Minigolf und einer herrlichen Aussicht.

Die Fahrt mit der Drahtseilbahn kann man sehr gut mit einer Wandertour verbinden. Romantische
Pfade führen aus dem romantischen Zschopautal hiauf zum Schloss und wieder hinab.

Belohnt wird man immer wieder mit eindrucksvollen Blicken auf den Fluss und die Strecke der
Erzgebirgsbahn, die sich über eine Vielzahl von Brücken, immer dem Lauf der Zschopau folgend,
hinauf nach Annaberg-Buchholz schlängelt.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.augustusburg.de
www.drahtseilbahn-augustusburg.de
www.bahn.de/erzgebirgsbahn

 

Silbermannstadt Frauenstein

Das Wahrzeichen Frauensteins ist die weithin sichtbare Ruine der
Burg, welche um 1200 erbaut wurde und die Grenze zwischen der
Mark Meißen und dem Königreich Böhmen sicherte.
Durch einen verheerenden Stadtbrand im Jahr 1728 ist die Burg
zerstört worden, so dass man sie heute als die größte Burgruine
Sachsens besichtigen kann.
In das Schloss zog 1957 das damalige Heimatmuseum ein.
Im Januar 1983 wurde es als eine museale Gedenkstätte für den
berühmten Orgelbauer Gottfried Silbermann neu eröffnet. Als einziges
Museum dieser Art in Deutschland zeichnet es nicht nur anhand von
zahlreichen Exponaten den Lebensweg des weltbekannten Orgel-
bauers nach, sondern zeigt auch die Funktions- und Bauweise einer
Orgel.
Das Museum gehört zu den überregional bedeutsam eingestuften
Museen Sachsens.

 
   

Stadt Oederan

Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, liegt Oederan am
Tor zum Ergebirge. Das historisch interessante Stadtbild wird durch
die Silhouette der Stadtkirche, das Ensemble der beiden Markt-
plätze und das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert geprägt.
Ob Geschichte, Sehenswürdigkeiten oder sportliche Erholung, in der
Stadt Oederan gibt es vieles zu entdecken und zu erleben.

Besonders sehenswert ist die
Miniaturschau "Klein Erzgebirge".
Sie ist einzigartig in Deutschland.
Auf 12.000 m² sind über 170 detailgetreue Nachbildungen von Bau-
werken des Erzgebirges zu besichtigen.

Auch das im Zentrum der Stadt befindliche web MUSEUM ist einen
Besuch wert.
Es gehört zu den modernsten Webereimuseen Deutschlands. Web-
technik aus zwei Jahrhunderten - vom historischen Handwebstuhl
bis zum kompizierten Düsenwebautomaten - bieten einen Einblick
in das alte Handwerk des Webens.
Besonders bemerkenswert ist, dass an allen Webstühlen noch ge-
arbeitet wird.

 
   

Große Kreisstadt Flöha

Bis zum Jahr 1989 war Flöha Kreisstadt und ein Zentrum der Baum-
woll- und Textilindustrie.
Auch wenn Flöha über keinen historischen Markt und romantische
Gässchen verfügt, hat die Stadt durchaus andere Vorzüge.
Heute besticht Flöha durch reizvolle Wohnanlagen und eine besonders
ausgewogene Schullandschaft. Hinzu kommt ein breit gefächertes
Vereinsleben, das für alle Interessengruppen etwas bietet.
Für Natur- und Wanderfreunde bieten die romantischen Talhänge am
Zusammenfluss von Flöha un Zschopau, die waldreichen, sanft anstei-
genden Berge des Erzgebirges und die Silhouette der Augustusburg
ein besonderes Erlebnis.
Viele Wanderwege umgeben die Stadt und laden an zahlreichen
Stellen zum Verweilen ein. Das Lärchental, die Schweddwy, die
Struthwaldung oder die Schwedenlöcher sind dabei beliebte Wander-
ziele.

Sehenswürdigkeiten wie die Georgenkirche und das teilweise sanierte
Industriedenkmal der ehemaligen Baumwollspinnerei sind einen Be-
such wert.

 

 

 
Freibergsdorfer Hammerwerk

 
Himmelfahrt Fundgrube Freiberg

 
Museumsflugzeug Cämmerswalde

 
Nussknackermuseum Neuhausen

 
Ölmühle Willy Weise´s Erben

 
Brauereimuseum Rechenberg

 
Wünschmannmühle Krummenhennersdorf

 

 

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